Aktuell

von Lukas Zingg für das Deutschkurs-Team, 02. Februar 2016

Deutschunterricht für Flüchtlinge, eine Bereicherung für alle

Seit letztem Dezember betreut ein Team der Chrischona-Gemeinde Muttenz jeden Werktag zwischen 09:30 und 11:30 eine Gruppe von Flüchtlingen. Jeweils montags unternehmen wir einen Ausflug mit den Flüchtlingen. Dabei lernen sie Dinge kennen, die ihnen im Alltag helfen sollen. So wurden ihnen zum Beispiel günstige Einkaufsmöglichkeiten oder auch die Abfalltrennung gezeigt. Dienstags bis freitags kommen die Flüchtlinge jeweils zum Deutschunterricht, der in unseren Räumlichkeiten stattfindet. Jeden Tag ist ein anderes Lehrerteam im Einsatz; diese bestehen aus zwei bis drei Freiwilligen. Eine Frau, die Berufserfahrung im Deutschunterricht mit Ausländern hat, koordiniert das Ganze, bereitet Arbeitsmaterial vor und ist gelegentlich selber als Lehrerin tätig. Wir beginnen den Morgen jeweils mit einem Znüni und einem heissen Getränk. Der eigentliche Unterricht startet erst um 10:00 und dauert meistens bis 11:00. Wir spielen dann bis 11:30 noch ein Kartenspiel wie zum Beispiel „11er raus!“ oder „Uno“, so können die Flüchtlinge beim Spielen noch die Zahlen üben. Wir unterrichten in zwei Gruppen. Diese Unterteilung wurde notwendig, da das Bildungsniveau der Flüchtlinge recht unterschiedlich ist. Anfangs betreuten wir 10 Personen aus Eritrea, mittlerweile ist noch jemand dazugekommen. Die Muttersprache der Flüchtlinge ist entweder Tigrinya oder Arabisch. Beides sind semitische Sprachen, weshalb einigen auch schon unser lateinisches Alphabet fremd ist. Vier Personen kannten unsere Schriftzeichen bisher nicht und sind deswegen in der Alphabetisierungsgruppe. Gerade für sie ist es ein weiter Weg, bis sie sich einigermassen auf Deutsch verständigen können. Die einzige Frau ist mit ihrem Mann in dieser Gruppe. Sie hat gerade ihr erstes Kind geboren. Die anderen acht Flüchtlinge kannten das lateinische Alphabet bereits, wobei sie die Umlaute und die deutsche Aussprache noch lernen mussten. Einige können auch ein bisschen Englisch und mittlerweile auch ein wenig Deutsch. Mit ihnen lernen wir anhand des Cornelsen Lehrmittels „Der Einstieg“ vor allem einen Basiswortschatz, einfache Sätze in Alltagssituationen und die Zahlen bis 100. Momentan üben wir mit ihnen Pronomen. Das Deutschniveau dieser acht Personen ist sehr unterschiedlich. Einige können bereits einfache Sätze bilden, während andere eher Mühe haben, dem Unterricht zu folgen. Obwohl alle Anfänger sind, kann man von Woche zu Woche Fortschritte erkennen. Die Flüchtlinge sind insgesamt sehr motiviert und dankbar. Sie nehmen regelmässig am Unterricht teil. Gelegentlich fehlt jemand wegen eines Arzttermins oder aus gesundheitlichen Gründen. Wir Lehrkräfte sind gerne mit diesen Menschen zusammen und nebenbei lernen wir ein wenig ihre Kultur kennen. Insgesamt sind diese Deutschstunden eine Bereicherung für alle.

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von Dino Ferrari, 21. Januar 2016

Elia - Das Musical

Am 31. März gastiert Adonia Teens mit dem Musical «Elia» in Muttenz. Für uns wird es in doppelter Hinsicht ein Heimspiel: Das Konzert findet in unmittelbarer Nähe im Mittenza statt, und circa 20 Teens aus unserer Gemeinde treten als Sänger/innen und Schauspieler/innen auf. Man darf gespannt sein, wie das neue Programm von Adonia-Gründer Markus Hottiger und Musikprofi Marcel Wittwer klingt und wie die hoch spannende Geschichte des Propheten Elia (1. Könige 17-19 und 2. Könige 1-2) erzählt wird. Elia konfrontiert als Prophet und Botschafter in Gottes Auftrag den König von Israel und dessen machtbesessene Gattin mit ihrer unmoralischen Politik und ihrer Abwendung vom Gott Israels. Auf dem Berg Karmel kommt es schliesslich zum Showdown zwischen Elia und den staatlich unterstützten Propheten der kanaanäischen Gottheit «Baal». Alles dreht sich um die Frage: Wer ist nun der wahre Gott? Doch als die Antwort auf wundersame Weise für alle sichtbar wird, gerät Elia selbst in eine unerwartet tiefe Glaubens- und Lebenskrise. Wird er aus seiner hoffnungslosen Situation einen Ausweg finden? Die Texte kommen nicht fromm oder «kananäisch» daher. Die Dialoge sind zeitgemäss, wirken authentisch. Regelmässig wird in Andeutungen oder humorvollen Bemerkungen ein Bezug zum modernen westlichen Leben hergestellt. So wie Elia und seine Gefährten im Adonia-Musical sprechen, würden sie gut als Mischung aus alttestamentlichen Israeliten und waschechten Bern- oder Baselbietern durchgehen. Die Alltagstauglichkeit der Texte und die Identifikation mit den Figuren sind mit ein Grund dafür, dass Adonia immer wieder Säle füllen kann. Die Konzerte sind deshalb auch bei kirchenfernen Menschen beliebt. Sie erleben, wie Gott im Leben von Menschen eingreift, wie er um sie wirbt. Die Bibel wird auf der Bühne verständlich gemacht. Es mangelt nicht an emotionalen Momenten, an Szenen, in denen gelacht und geweint wird. Man erfährt: Gott ist ein fühlender und erfahrbarer Gott. Doch bevor es soweit ist, erwartet die gegen 60 Jugendlichen im einwöchigen Adonia-Musical-Lager ein intensives Programm. Das ganze Musical wird innerhalb von nur drei Tagen einstudiert – mit Livemusik, Theater, Chor und was sonst noch dazu gehört. Die Jungs und Mädels helfen an den vier Konzerten auch beim schnellen Auf- und Abbau der gesamten Technik und der Bühnenbilder mit. Etwas Freizeit und Gemeinsaft untereinander bleibt dennoch übrig. In kleinen Gruppen dürfen die Teenager bei Gastfamilien jeweils in der Nähe der Konzertorte übernachten. Für alle ist jetzt schon klar, dass der Schlaf zu kurz kommen wird. Aber was soll’s, der Aufwand lohnt sich allemal. Nicht wenige trennen sich am Ende der Woche nur ungern von den lieb gewonnenen Freunden. Wie tröstlich, dass sie sich schon fürs nächste Adonia-Lager anmelden können. Wir Besucher dürfen uns einfach hinsetzen und geniessen. Etwas können wir aber im Vorfeld tun, nämlich Verwandte und Bekannte zum Musical einladen. Flyer und A4-Plakate werden rechtzeitig aufliegen. Wer bereit und in der Lage ist, einzelnen Teenagern und Leitern eine einfache Übernachtungsmöglichkeit anzubieten, darf sich gerne eintragen. Weitere Informationen dazu folgen im Gottesdienst. Bist du auch dabei? Am Donnerstag, 31. März, 20.00 Uhr, geht im Mittenza der Vorhang auf.

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von Patricia Winkler, 20. Januar 2016

Gala-Abend zur MarriageWeek

„Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich mit meiner Frau in einem Baumarkt an der Kasse stand. Die Leute bezahlten Lampenschirme, Tapeten, Teppiche und ich dachte mir: Ist es nicht interessant, wie viel Zeit und Geld wir darauf verwenden, unsere Häuser und Wohnungen einzurichten? Aber wie wenig verwenden wir darauf, die Beziehungen zu gestalten, derentwegen wir eine Wohnung oder ein Haus eigentlich haben.“ Dieser Gedanke im Baumarkt hat Richard Kane dazu veranlasst, den Valentinstag als „Tag der Liebenden“ zu einer „Woche für Ehepaare“ zu erweitern. Im Zentrum der Themenwoche, welche als MarriageWeek (auf deutsch „Woche der Ehe“) zunächst in England bekannt wurde, steht das Abenteuer einer gelingenden Ehe-Beziehung. Jedem Paar soll während der MarriageWeek die Gelegenheit geboten werden, etwas zu tun, was seine Beziehung stärkt. In vielen Ländern wurde die Initiative begeistert aufgenommen, so dass heute an verschiedensten Orten auf der Welt Ideen dafür entwickelt werden, was Ehepaare in dieser Woche gemeinsam unternehmen könnten. Haben Sie gewusst, dass sich in der Schweiz jede Woche fast 1500 Menschen eheliche Treue versprechen? Die MarriageWeek hat den Wunsch, diese Entscheidung auf vielfältige Art zu unterstützen und ist überzeugt, dass sich Investitionen in die Ehe lohnen. Wir freuen uns, in der Chrischona Gemeinde Muttenz mit unserem Gala-Abend am 28. Februar (das Datum wurde wegen der Fasnachtsferien ausserhalb der offiziellen MarriageWeek platziert) dieses Anliegen mitzutragen. Wir möchten als Ehepaare aus unterschiedlichen Generationen alle Ehepaare ganz herzlich zu diesem Anlass einladen! Der Abend bietet eine super Gelegenheit, Paare, welche nicht in unserer Gemeinde ein- und ausgehen, einzuladen. Bedienen Sie sich doch bei den Einladungen auf dem Büchertisch. Bei Fragen stehen wir gerne zur Verfügung und freuen uns schon jetzt auf einen tollen Abend! Den Flyer finden Sie hier. Ruth & Hanspeter Gerber, Esther & Daniel Jenni und Patricia & Stefan Winkler Quelle: www.marriageweek.ch/

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von Gabriel Portner und Damiano Lombardi, 06. November 2015

Rückblick: Erntedankfest

Das Erntedankfest vom 27. September war ein Event für Gross und Klein. Man sah viele neue Gesichter, und die festlich dekorierte Breiteturnhalle war auch dieses Jahr sehr gut besucht. Von rhythmischen Tanzeinlagen bis hin zu biblischen Geschichten und der Begegnung mit Gott im Worship gab es an diesem Anlass alles. Das Erntedankfest begann sehr spannend und bewegend mit der Kreativ-Entertainerin Bea Tschopp, die mit ihrer offenen und humorvollen Art das Publikum von der ersten Sekunde an packte. Eine Frage, die sie zu Beginn stellte, war: „Was würdet ihr heute besitzen, wenn ihr nur das hättet, wofür ihr gestern gedankt habt?“ Diese und ähnliche Fragen und Äusserungen regten die Besucher zum Nachdenken an. Anschliessend animierte uns Bea Tschopp zu einem Tanzwettbewerb, bei dem alle Altersgruppen freudig mitmachten. Nachdem sich alle wieder gesetzt hatten, erzählte uns Bea Tschopp mit einfachen, aber wirkungsvollen Hilfsmitteln die Geschichte der Heilung eines Gelähmten (Matthäus 9). Schliesslich führte eine junge Band durch eine schöne Anbetungszeit. Nach dem Gottesdienst waren traditionsgemäss alle zu einem leckeren Mittagessen in der Breiteturnhalle eingeladen. Man ass und plauderte mit Altbekannten oder machte neue Bekanntschaften. Das Erntedankfest ist ein idealer Anlass, um Aussenstehende einzuladen und mit ihnen ins Gespräch über den Glauben zu kommen. Um circa zwei Uhr war das Erntedankfest zu Ende. Dank der spontanen Mithilfe aller Gäste war die Turnhalle schnell aufgeräumt und gereinigt. Das diesjährige Erntedankfest war ein toller Event, und wir freuen uns schon auf das nächste Jahr.

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von Dino Ferrari, 23. September 2015

Siegfried Fietz live!

Am Samstagabend, 5. Dezember gibt der deutsche Komponist und Musiker Siegfried Fietz in der CGM ein Konzert. Bekannt wurde Fietz vor allem durch die Vertonung des Bonhoeffer-Gedichts „Von guten Mächten wunderbar geborgen“, das zu einem der bekanntesten Kirchenlieder des 20. Jahrhunderts wurde. Fietz, der nächstes Jahr 70 wird, hat in seiner langen Schaffensphase über 4‘000 Lieder für 200 Alben, Oratorien, Sinfonien und Musicals geschrieben. Dabei legte er stets viel Wert auf hohe musikalische und textliche Qualität. Seit Mitte der 60er Jahre war Fietz ein Vorreiter des so genannten „Neuen Geistlichen Lieds“. Diese Bewegung schrieb sich auf die Fahne, die Gottesdienste mit moderneren Melodien zu beleben, was bei jungen Leuten gut ankam, bei älteren aber zum Teil heftige Reaktionen auslöste. Die neuen Lieder wurden jedoch immer beliebter, und einige davon befinden sich seit 1996 im Evangelischen Gesangsbuch Deutschlands (und wahrscheinlich auch im schweizerischen). Zu den vielen spannenden Erfahrungen Fietz‘ gehört eine Aufnahme mit der Witwe von Martin Luther King als Sängerin für das gleichnamige Musical. Ein weiterer Höhepunkt war die Tournee zur „Space Sinfonie“ von 1980 mit James Erwin, dem gläubigen Astronauten der ersten bemannten Mondmission. Nach Muttenz kommt Siegfried Fietz in Begleitung seines Freundes Gerhard Barth, der ihn an der Gitarre und am Bass begleitet. Am Sonntag 6. Dezember (2. Advent) sind die beiden Musiker auch in unserem Gottesdienst zu hören. Sie sind herzlich eingeladen, beide Anlässe zu besuchen und Freunde und Bekannte dazu einzuladen (Flyer werden rechtzeitig bereitstehen). Wer bereit ist, beim Aufhängen von Plakaten mitzuhelfen, meldet sich bitte beim Verfasser.

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von Dino Ferrari, 15. April 2015

Rückblick: Sefora Nelson in Concert

Am 27. März hat die deutsche Musikerin Sefora Nelson ein Solokonzert bei uns gegeben. Der Anlass wurde von knapp 100 Personen besucht. Gut die Hälfte davon waren Auswärtige, nicht wenige sind aus dem grenznahen Deutschland gekommen. Eine Gruppe von Fans hat schon 45 Minuten vor Konzertbeginn gleich die erste Reihe besetzt. Die Wand hinter der Bühne war mit speziellen Lampen farbig ausgeleuchtet. Mit Daniel Jenni hat der Techniker der Künstlerin auch für einen optimalen Sound gesorgt. Unser guter alter Welmar-Flügel hat den Saal mit seinem schönen Klang erfüllt. Als Eröffnungssong wählt Sefora Nelson überraschend ein italienisches Lied aus dem Album „Spero“ (Seforas Mutter ist Italienerin). Damit legt sie den Boden für eine besondere Stimmung, ohne bereits eine Botschaft vermitteln zu wollen. Am Ende des Stücks wartet die Sängerin nicht auf Applaus, sondern erzählt übergangslos und spontan von ihrer jüngsten Erfahrung: Der erst 29-jährige Mann und Vater einer eng befreundeten Familie hat sich in der gleichen Woche das Leben genommen. Sefora hat die letzten zwei Tage bei ihrer Freundin und ihren beiden Kleinkindern verbracht. „In der Schwere des Lebens kann Gott aber tröstend und helfend eingreifen. Er will uns als Überbringer dieser Botschaft gebrauchen“, führt die Musikerin aus. Eine Konzertbesucherin sagt später, dass sie noch nie an einem Konzert geweint hat; heute jedoch ist sie immer wieder zu Tränen gerührt worden. Dabei trägt das soeben erschienene fünfte Album den Titel „Glück“, und die Lieder daraus stehen im Zentrum des Vortragsabends. Die Zuschauer gehen durch ein Wechselbad der Gefühle, von den Tiefen schwerer Schicksale zu den Höhen eines von Gott reich beschenkten Lebens, wie es jeder von uns erfahren kann. Die Liebe macht den Unterschied. Dieses Thema wird im Song „Welchen Weg würde die Liebe gehn“ eindrücklich behandelt. Es gibt erfüllende Wege im Leben, die nur die Liebe wählen und gehen kann. Es gibt aber auch viele Irrwege, die der heutigen Gesellschaft offen stehen. „Ask Google“, wirft die mehrsprachige Songwriterin mehrmals in den Raum, „or ask God“. Die Suchmaschine wird zum Symbol der Wege dieser Welt. Die Liederwahl und Zwischenkommentare folgen nicht einem festen Ablauf. „Ich bitte Gott vor den Konzerten immer, dass Er mich durch Seinen Heiligen Geist leitet“, sagt Sefora. So ist etwa das Leitmotiv von „Ask Google“ spontan entstanden. Manchmal spielt die Künstlerin nach einem Lied leise weiter und wechselt plötzlich zum nächsten Lied, das gerade zur Stimmung und Situation passt. Eine Stärke der Musikerin ist ihre Spontaneität und Frische, die das ganze Konzert prägen. Sie lässt das Publikum an ihrem Leben teilhaben und wirkt so natürlich und persönlich. Während des Segensliedes vor den beiden Zugaben wird eine Kollekte eingesammelt, die grosszügig ausfällt und die Kosten des Anlasses fast vollständig deckt. Nach dem Konzert stehen die Besucher Schlange, um eine signierte CD zu erwerben. Viele Besucher bleiben noch länger und diskutieren miteinander. Ein Mitglied der Gemeinde sagt mir im Nachgang: „Einen so schönen Abend habe ich schon lange nicht mehr erlebt.“

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